>> Gerichtsbarkeit im Elbe-Weserraum am Beispiel der Vogtei Scheeßel <<

Landgerichtssachen, Bruchregister und andere Strafakten 1546-1670

„Landgerichtssachen, Bruchregister
und andere Strafakten“
1546 – 1670

in einer kommentierten Aufarbeitung

Nach drei Höfe- und Familienbücher in Chroniken des Kirchspiel Scheeßel, zwei Sachbüchern und vier historischen Romanen zum Thema, Hexenprozesse im ehemaligen Amt Rotenburg, schließe ich meine Arbeit über diese besonderen Justizfälle in unserer Heimat ab.

Damit beende ich aber keinesfalls meine Arbeiten, oder Forschungen über unsere Heimat, sondern habe derzeit drei weitere Sachbüchern in Arbeit.

Mein neuestes Sachbuch wird bereits in diesem Herbst erscheinen und ich werde es in Scheeßel und Hemslingen, Orte in den Kirchspielen der ehemaligen Vogtei Scheeßel vorstellen.

Der Titel lautet „Gerichtsbarkeit im Elbe-Weserraum in der Zeit von 1546-1670“. Es befasst sich mit Landgerichtssachen, Bruch- und Strafregistern, sowie andere Strafakten der ehemaligen Vogtei Scheeßel. Damit bleibe ich meiner Heimat, aber auch dem Themen-komplex „Justiz“ weiterhin treu.

Für die meisten Menschen enden augenscheinlich die Geschichten um die eigenen Ahnen mit den Erzählungen der selbst erlebten Urgroßeltern, oder anderer Verwandter. Viele Daten, Zahlen und Fakten sind Chroniken und Urkunden zu entnehmen, womit auch belegbar ist, wo sie gewohnt, und wovon sie gelebt haben. Wenig ist aber über die damaligen Ordnungen überliefert, die ständig wechselten, je nachdem wo sie lebten oder wer gerade regierte. Gerade aus solchen Regeln ist mehr über das Zusammenleben in alten Zeiten und über unsere Vorfahren zu erfahren.

Wir wissen. dass es in unserem Land Regelungen zum Leben miteinander, wie Gemeinde- und Haus­ordnungen, geschriebene und ungeschriebene Gesetzte gibt und alle auf dem Grundgesetz fußen. Parken wir falsch, Mähen wir des Nachts, Grillen wir für den Nachbarn zu häufig, verstoßen wir gegen Sitte und Anstand, oder beleidigen jemanden, liegen mit dem Nachbarn über Kreuz, oder gar mit der Familie, betrügen oder stehlen wir, ist allgemeinhin bekannt, was uns dafür gerichtlich und/oder aussergerichtlich erwartet. Außer Missbilligung könnte uns sozialer Ausschluss, Mahnungen, Verwarnungen, Ordnungs- oder Bußgelder, Strafbefehle oder gar Freiheitsstrafen treffen.

Wie war es aber in alten Zeiten, so vor und nach dem 30jährigen Krieg?

Für welche Vergehen gab es welche Sanktionen oder Strafen?

Sind auch meine eigenen Ahnen mit einer Buße oder einer Strafe belegt worden, und wenn ja, was haben sie getan?

Was war ein Landgericht, und was wurde dort verhandelt?

Wo finde ich solche Informationen?

All diese Fragen, und noch viel mehr habe ich mir selbst gestellt, greifen meine Wurzeln auch auf das Gebiet der Vogtei Scheeßel zurück. Wann, wo geboren, getauft, konfirmiert, verlobt, geheiratet, Eltern und Großeltern geworden und gestorben, ist uns sehr wichtig für einen Stammbaum, eine Ahnenliste, eine Ahnentafel, oder eine Familienchronik. Sie sagen aber nichts, oder nur recht wenig über die Lebensbedingungen, Erlebtes, das Miteinander oder gar Charakterzüge unserer Ahnen aus. Während meiner nunmehr über 30jährigen Forschertätigkeit habe ich sehr vieles gesammelt, zusammengetragen und damit sehr viel mehr über meine eigenen Ahnen erfahren, als es Kirchenbücher mit den Lebensdaten jemals vermögen. Gerichtsakten, Bußgeldverfahren, Befragungen und andere Unterlagen geben sehr viel über die damalige Zeit preis, doch sind sie mühsam zu finden, auszuwerten und zusammenzufassen.

 

Ich habe mir die Mühe gemacht, den vielen Interessierten am Beispiel der Vogtei Scheeßel aufzuzeigen, was es alles wo zu finden gibt, welche lebhaften Bilder über einen Menschen entstehen können, der vor mehr als 300 Jahren gelebt hat. In dem Buch sind alle Informationen aus einer Fülle an Quellen zusammengefasst, und soweit möglich, sogar so zugeordnet, dass der Suchende seine Ahnen findet und einiges über sie erfährt, wie am Beispiel des Sohnes des 1. evangelischen Pastoren Thilo Wiedemann, der ein verarmter Kötner war, aber sehr häufig in den Bruchregistern erwähnt wurde.

 

Auch über die Vogteigrenzen hinaus sind vergleichende Beispiele ins Buch eingeflossen. Selbst wenn Sie keinen Vorfahren in der ehemaligen Vogtei Scheeßel haben, so erfährt der Leser doch einiges über die Quellenlage, liest, wo er etwas finden könnte und kann, bekommt eine Vorstellung über die damaligen Ordnungen und die Regularien, aber auch über das Verhalten der Menschen, sowie das Verhältnis zur Obrigkeit und umgekehrt.

In Prozessakten, Bruchregistern und anderen Dokumenten über die Vogtei Scheeßel sind zahlreiche historisch interessante Vergehen und Kriminalfälle dokumentiert. In diversen Veröffentlichungen wird auf diese Bezug genommen, doch sind sie der Öffentlichkeit bislang in einer Zusammenfassung noch nicht zugänglich gemacht worden.

 

Dieses Buch ist die Ergänzung einer jeder Chronik der Kirchspiele Brockel und Scheeßel, die ja einst zur Vogtei Scheeßel gehörten. Es ist nicht nur eine kommentierte Aufstellung von Vergehen, sondern zugleich eine Übersicht und genealogische Aufarbeitung der dokumentierten Gerichtsurteile und Bußgelder. Zugleich bietet es eine, die Amtsgrenze der Vogtei überschreitende Über­sicht, für welche Taten und Vergehen im Elbe-Weserraum seinerzeit welche Bußen und Strafen verhängt und vollstreckt wurden.

Eine Landgerichtsordnung enthielt in der Regel Strafmaßnahmen wegen Wilderei, Schlägerei, Störung des Gottes- oder Sonntags­dienstes, Beleidigungen, Handgreiflichkeiten, Frevel an Holz und Weiden sowie den amtlichen Anordnungen. Ein Artikel im soge­nannten Bußgeldkatalog, die Aufstellung der Ordnung, gegen die verstoßen werden konnte, lautete wie folgt:

.soll keinmand bey den Nahmen Gottes der Herrn fluchen, schweren oder denselben missbrauchen.. 

 

Ich würde mich sehr freuen, Sie auf eine meiner Buchvorstellungen begrüßen zu dürfen

Einblicke:

Information:

A: ab 1. Oktober 2013 im Buchhandel erhältlich.

B: signiert oder mit persönlicher Widmung ist es auch bei mir erhältlich.
Ich sende es Ihnen im Inland DEU portofrei für 29,90 € zu.

Bei jeder meiner Lesungen / Buchvorstellung habe ich meine Bücher dabei, solange mein Vorrat reicht.

Wenn Sie möchten, dass ich bei Ihnen eine Buchpräsentation oder Lesung durchführe, sprechen Sie mich bitte an.

 


 
zu beziehen bei:
[mir, signiert, auf Wunsch auch mit persönlicher Widmung]
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